Unser Brandschutztipp

Alarmsignale sind Pflicht

Sie woh­nen bei ei­nem Feu­er­wehr­haus oder an ei­ner Haupt­stra­ße. Nachts um 3 Uhr fährt mit lau­tem Si­gnal die
Feu­er­wehr an ih­rem Haus vor­bei.
Sie wer­den wach. Was den­ken Sie?

  • Hof­fent­lich kön­nen die Feu­er­wehr­leu­te noch recht­zei­tig hel­fen?
  • Die wer­den doch nicht zu uns kom­men?
  • Sind al­le un­se­re Kin­der zu Hau­se?
  • Müs­sen die so ei­nen Krach ma­chen und mich in mei­ner Nacht­ru­he stö­ren?!

Wird die Feu­er­wehr alar­miert, zählt je­de Se­kun­de. Mi­nu­ten ent­schei­den oft­mals über Le­ben und Tod, über klei­ne
s Feu­er oder Groß­brand mit rie­si­gem Sach­scha­den. Des­halb hat die Feu­er­wehr die Pflicht im Scha­dens­fall mög­lichst
schnell an der Ein­satz­stel­le zu sein. Und da­bei hilft ihr das sog. We­ge­recht nach § 38 Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung.
Die­ses kann aber nur mit Blau­licht und Mar­tinhorn ein­ge­for­dert wer­den.
Das be­deu­tet „al­le üb­ri­gen Ver­kehrs­teil­neh­mer ha­ben so­fort freie Bahn zu schaf­fen.“ Das Blau­licht al­lein ist hier­für un­zu­läs­sig.

Stel­len sie sich vor, dass die­se „krach­ma­chen­den“ Feu­er­wehr­leu­te

  • vor 3 Mi­nu­ten noch selbst in ih­ren Bet­ten wa­ren.
  • ab 6 Uhr auch wie­der zur Ar­beit müs­sen.
  • die nächs­ten 2 oder 3 Stun­den nicht mehr schla­fen wer­den (was oft auch ih­re Fa­mi­li­en be­trifft)

Ih­re Feu­er­wehr – Tag und Nacht für Sie ein­satz­be­reit – dankt Ih­nen für Ihr Ver­ständ­nis.

 

 


 

   
   


Stadtsignal

Das spezielle Stadtsignal hat eine vollklingende, tremolierende und breit wirkende Signalabstrahlung.

 


 

Landsignal

Für den Einsatz auf Land- und Schnellstraßen ist das Landsignal durch seine eng gebündelte, weit nach vorn reichende, durchdringende Signalcharakteristik besonders geeignet.

 


Wer ist Florian?

Na klar, dass ist der Schutzpatron der Feuerwehrleute, werden die meisten antworten.
Vielleicht wissen auch noch einige, dass der 4. Mai der Namenstag von Florian ist.

Die deutschen Feuerwehren verwenden ihn seit mehr als 40 Jahren als Rufnamen im Funkverkehr.
Seine Geschichte ist die vieler zum christlichen Glauben übergetretener Römer: Er wird verfolgt,
ertränkt – und später von der katholischen Kirche heilig gesprochen. Daß er Schutzpatron
der Feuerwehren wurde, kann als Zufall gewertet werden.

Wieso ist Florian aber unser Schutzpatron?
Nachdem Florian ( Florianus ) als Christ das für ihn als römischen Offizier, wenn auch im Ruhestand,
vorgeschriebene Götteropfer in Lauriacum (Lorch a. d. Enns) verweigert hatte, wurde er,
mit einem Stein beschwert, am 4. Mai 304 in die Enns gestürzt. "Der Leichnam sei mitsamt
dem schweren Stein aus dem Fluss aufgetaucht und ein Adler habe ihn gegen die Heiden bewacht."

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Die Legende berichtet, eine Witwe Valeria habe den Leichnam geborgen und ihn auf einem Wagen
zur Bestattung fortgeführt, doch die beiden Ochsen, die das Gefährt mit seinem Leichnam zogen, seien
vor Durst ermattet. Auf das Gebet der Valeria hin sei auf wunderbare weise eine Quelle entsprungen.
Florianus wurde bei den Buchenwäldern des Ipftales (Oberösterreich) bestattet. Dort erhebt sich heute
das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian, das bereits im 8. Jahrhundert erwähnt wurde. Dieses Kloster
ist der Ort, von dem sich die Verehrung des St. Florian in den deutsch- sprachigen Raum ausbreitete.
Als Wasserheiliger ist Florian zum Patron bei Wasser- und Feuersgefahr geworden.
Die spätere Legende verstand den Ursprung des Feuerpatronates nicht mehr und
bildete Löschlegenden heraus, die aber nicht als echt anzusehen sind.
St. Florian war also eigentlich ein Wasserheiliger und ist erst über das
Wasser als Hauptlöschmittel zum Patron feuergefährdeter Berufe geworden,
darunter auch der Feuerwehre